Kino für Geflüchtete

Kino für Geflüchtete findet direkt in Gemeinschaftsunterkünften statt. Im Mittelpunkt stehen Erstkontakte, Vertrauen und Entspannung. Es werden Filme ausgewählt, die ohne Sprache auskommen oder nur wenig Sprache enthalten und auch für Kinder aller Altersklassen geeignet sind. Die Kinder sind aktiv in die Vorbereitung der Veranstaltung einbezogen.

Ziele des Projekts

Es gibt zwei Ansätze, die ineinandergreifen: „Kino für Geflüchtete“ in der Unterkunft und das „Open Space Medienlabor“ im jfc Medienzentrum mit Medien wie bspw. Fablab/-Makertools, Video, Foto oder Radio. Beide Projekte sind durch gemeinsame Ziele miteinander verbunden:

  • Junge Geflüchtete erreichen und Kontakte knüpfen, sie einbeziehen und aktivieren, in dauerhafte und Regelangebote integrieren.
  • Medienkompetenz erweitern, Jugendmedienschutz vermitteln, Medieninhalte und Lebensumwelt reflektieren, Medien für Selbstausdruck nutzen, über Medien Kontakte knüpfen.

Close Up

  • Im Kino für Geflüchtete in der Unterkunft geht es um Erstkontakte, Vertrauen und Entspannung. Es werden Filme ausgewählt, die ohne Sprache auskommen oder nur wenig Sprache enthalten. (Ursprünglich gab es die Idee, Filme in der Sprache der Flüchtlinge zu zeigen, was aufgrund der heterogenen Flüchtlingsgruppen schwierig ist).
  • Die Filme sind für Kinder aller Altersklassen geeignet, denn es ist nicht möglich, das Publikum zu teilen. Alle scheinen jedoch eher froh über ein Angebot auch für Jüngere zu sein. Das Kino ist willkommene Abwechslung im reizarmen Alltag der Flüchtlingsunterkunft und bietet zugleich Möglichkeit, sich von physischen und psychischen Strapazen der Flucht zu erholen.
  • Die Kinder werden aktiv in die Vorbereitung der Veranstaltung mit einbezogen. Die Kinder kamen von sich aus auf die Organisatoren zu, um mitzumachen und z.B. beim Aufbau zu helfen.
  • Insgesamt eine gute Methode, einen „Filmclub“ zu gründen, der Kinder an der  Planung und Durchführung teilhaben lässt. Die Kinder können jeweils  die Vorführungen selbstbestimmt und selbständig durchführen.
  • Inzwischen müsste das Konzept modifiziert werden, denn es leben immer mehr Bewohner extern und sind schwerer zu erreichen.
  • Das jfc-Medienzentrum verfügt über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten, z.B. a) durch die Beteiligung am Fotomarathon mit Gruppen junger Geflüchteter,
    b) beim Kinderfilmfestival Cinepänz, wo Filme zu Fluchtursachen gezeigt werden oder
    c) durch ein fortlaufendes Filmprojekt mit Roma-Flüchtlingen (seit 2013 jährlich ein Fim).

Projektdetails

Institution: jfc Medienzentrum (www.jfc.info)

Kooperation: Betreiber Unterkunft, Schulen, Flüchtlingsarbeit Köln

Ansprechpartner*in: Gerda Sieben

Download Steckbrief: Kino für Geflüchtete – jfc Medienzentrum

Medienpraxis mit Geflüchteten

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