Gemeinsam mit Geflüchteten entstehen Filme für Geflüchtete, welche das Leben in Deutschland aus ihrer Perspektive zeigen. Von der Nutzung des Fahrkartenautomats, dem Besuch in der Arztpraxis oder der Darstellung kultureller Unterschiede reichen die Themen der Filmbeiträge der jungen TV-Schaffenden.

Junge Geflüchtete bei der kompetenten Mediennutzung zu unterstützen, deren Integration zu fördern und Teilhabe zu ermöglichen, diesen Aufgaben widmet sich die Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V.  Sie organisiert hierzu den Ausbau landesweiter Kooperationen und unterstützt die Durchführung von medienpädagogischen Angeboten.

Spracherwerb und Filmbildung verbunden mit Berufsorientierung und Integration:  Junge Erwachsene drehen gemeinsam einen Film und eignen sich dabei deutsche Sprachkenntnisse, kreative Medienkompetenz  und weitere Softskills an.

Die Frage lautet ‚Wann ist man ein Mann?‘ Geantwortet haben 12 junge Männer. Sie stammen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien, Albanien und aus der Republik Guinea in Westafrika. Innerhalb von drei Monaten ist ein Magazin entstanden, das sich zusammensetzt aus Meinungen, Fotografien, Collagen und kleinen Reportagen.

Gegenseitiges Verständnis aufbauen, medienpraktische Kompetenzen erlernen sowie Sprachkenntnisse vertiefen: Das Filmprojekt Mix it folgt intensiv einem  integrativen und paritätischen Ansatz. Einheimische und geflüchtete Jugendliche bekommen in einer gemeinsamen Projektwoche die Möglichkeit, ihre Geschichten und Anliegen filmisch auszudrücken und so aktive Teilhabe zu (er)leben.

In der Videoperformance „showme“ konnten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge filmisch eigene Erfahrungen einbringen, neue Interessen erkunden, sich künstlerisch ausprobieren und vor allem Wertschätzung erfahren.

Im Tuned-Jugendprojekt kreieren geflüchtete Kinder und Jugendliche ihre eigenen Songs und experimentieren musikalisch mit der deutschen Sprache. Unterstützt von Musikprofis und pädagogischen Fachkräften erstellen sie ihre eigenen Texte, setzen diese musikalisch um und drehen im Anschluss dazu einen passenden Filmclip.

Eine medienpädagogische Filmproduktion bringt migrierte, geflüchtete und nicht migrierte Menschen in Stralsund in Austausch. Sie setzen sich mit Ängsten und Vorurteilen auseinander, und möchten eine Sensibilisierung für aktuelle politische Themen und auch die Fluchtgeschichte in Europa erreichen.

Die Erziehungskompetenz im Umgang mit Medien zu stärken und Eltern für die hiermit verbundenen Gefahren sowie Chancen zu sensibilisieren, das sind die Ziele von Elterntalk. Dieses lebensweltorientierte Präventivprogramm spricht alle Kulturkreise an und bietet auch geflüchteten Eltern die Möglichkeit sich in ihrer Muttersprache über diese Themen auszutauschen.

Mit digitalen Medien zeichnen jugendliche Geflüchtete ihren ganz persönlichen Weg nach Deutschland aus ihrer Heimat nach und tauschen sich mit Senior*innen hierüber aus. Ein intergeneratives Projekt der Senioren des Fischers Seniorenstift zusammen mit den jungen Schüler*innen der Willkommens-Flüchtlings-Klasse der Mittelschule Altenerding.

Angebote für Migranten und Geflüchtete

Das Projekt trägt mit unterschiedlichen medienpädagogischen Komponenten dazu bei, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern mit Migrations- oder Fluchthintergrund zu fördern. Aktive Medienarbeit, Netzkompetenz, Programmieren stehen im Mittelpunkt der Angebote.

Medienpraxis mit Geflüchteten

Medienpraxis mit Geflüchteten