Digital dabei! 7.0 – Escape Room Creators

Spielentwicklung, Abenteuerlust und Freude am Experimentieren: junge Geflüchtete bauen ihr Exit Game. Sie gestalten Kulissen, Requisiten und Geschichten, erstellen Film- und Audiomaterialien, lernen dabei auch Physical Computing kennen. Ziele des Projekts: Förderung durch eigene freie Aufgabenentwicklung und -umsetzung Förderung digitaler Teilhabe durch Mediennutzung und Kompetenzerweiterung Förderung von Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit durch Teamarbeit Förderung von lösungsorientiertem Handeln und analytischem Denken Close-Up Der Bau eigener Escape Rooms ermöglicht es in andere Zeiten zu reisen, Geschichten zu erfinden, Kulissen und Requisiten zu bauen, Film- oder Audiomaterialien zu erstellen und zu rätseln, zu tüfteln und zu erfinden. In der kreativen Auseinandersetzung mit eigenen Exit Games finden unterschiedliche Medien ihren Einsatz, werden Storytelling und Spannungsaufbau zu wesentlichen Instrumenten der Spieleentwicklung sowie Abenteuerlust und Experimentierfreude zu erfolgversprechenden Faktoren in der Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen. Um jungen Menschen mit Fluchthintergrund sowohl kulturelle als auch digitale Teilhabe zu ermöglichen, bedarf es ebensolcher Erfahrungsräume, die niederschwellige Zugänge schaffen. Gerade über spielerische Ansätze, die unterschiedliche Medien und Herangehensweisen miteinander verbinden, kann Teilhabe verwirklicht werden. So entwickelten und bauten junge Geflüchtete in der zweiten Osterferienwoche 2022 in der WELLE gGmbH in Remscheid einen Escape Room. Von Elementen des Physical Computings durch MaKey MaKeys über die Aufnahme kurzer Videosequenzen bis hin…

#stadtsache

Aktive Mitbestimmung im Alltag für Menschen ab dem Kita-Alter: mit crossmedialen gut umsetzbaren Modulen ermöglichst es das Beteiligungskonzept #stadtsache, vielfältige Perspektiven einzubeziehen. Um so dazu beizutragen, Kitas, Schulen, öffent­li­che Plätze und den gebauten Raum menschlicher, zugänglicher, sicherer, gesünder und inklusiver zu gestalten.  Ziele des Projektes: #stadtsache wurde als crossmedialer Beteiligungs- und Bildungsprozess entwickelt, um Kindern, Jugendlichen und allen, die mit ihnen arbeiten, das Erforschen und Kennenlernen des Sozialraums zu erleichtern. Und um die Teilhabe an gesellschaftlichen und kulturellen Entscheidungsprozessen inklusiver und kreativer zu machen. Ein untergeordnetes Ziel ist die Entwicklung und Schulung höherwertiger Medienkompetenzen an echten und für die Teilnehmenden relevanten Themen. Durch den Einsatz digitaler Funktionen wie Foto, Video, Audio und Skizze können auch Teilnehmende vollwertig mitmachen, die noch kein oder nur wenig Deutsch sprechen und verstehen. #stadtsache ist eine unabhängige Bildungsinitiative von tinkerbrain, Institut für Bildungsinitiativen GmbH. Die Produkte sind nicht geschlechtsspezifisch und fördern eine forschende und ergebnisoffene Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt. Alle digitalen Projekte wie Apps und Websites zeichnen sich durch einen besonders hohen DSGVO-konformen Datenschutz aus. Die Werkstatt ist in Lohmar, NRW. Close-Up: #stadtsache ist ein innovatives Beteiligungskonzept mit crossmedialen Modulen, die allen Menschen ab dem Kita-Alter aktive Mitbestimmung im Alltag ermöglichen, damit Kitas, Schulen,…

#digiclass

Mit der App #di­gi­class können sich Kinder datensicher, sinnvoll und kreativ in der digitalen Welt bewegen. Ob unterwegs, in der Flüchtlings-Unterkunft, auf dem Spielplatz, in der Klasse, allein oder im Team – mit einer Internetverbindung kann überall gelernt werden. Ziele des Projektes: In der #di­gi­class-App gibt es jetzt auch Gra­tis-Vo­ka­bel­trai­ner. Sie er­leich­tern ge­flüch­te­ten Kin­dern mit ers­ten Wör­tern und Sät­zen zum Hö­ren, Se­hen und Ler­nen das An­kom­men nach der Flucht. Da­mit sind sie auch ide­al für die Schu­le. Das Pro­jekt wird vom Deut­schen Kin­der­hilfs­werk ge­för­dert. Close-Up: Mit der App #di­gi­class können sich Kinder datensicher, sinnvoll und kreativ in der digitalen Welt bewegen. Ob unterwegs, im Flüchtlingsheim, auf dem Spielplatz, in der Klasse, allein oder im Team – mit einer Internetverbindung kann überall gelernt werden. Geflüchtete und deutsche Kinder können die App gemeinsam als sinnvolles Werkzeug nutzen, um beim Vokabeln Lernen erste Freundschaften zu schließen. Bislang gibt es die Vokabeltrainer für Kinder, die Ukrainisch oder Russisch sprechen. In den folgenden Monaten wird es die Vokabeltrainer auch für Farsi, Arabisch, Französisch und Englisch geben. Die Gratis-Vokabeltrainer sind für Kinder im Grundschulalter und alle entwickelt, die gerade mit Kindern aus der Ukraine arbeiten oder sich engagieren, um sie willkommen zu heißen. Institution: #digiclass Webseite: https://www.digiclass-lab.de/ Ansprechpartnerin: Vera Herberholt

Digitales Jugendzentrum & Radioprojekt „Freundschaft“

Digitale Begegnungsräume schaffen, den Kontakt aufrecht halten und medienpraktische Kompetenzen fördern sind die Ziele des Projekts Digitales Jugendzentrums der Evangelische Jugendbildungsstätte Tecklenburg. In Verbindung bleiben und sich mit dem Thema Freundschaft auseinandersetzen stand zudem auf der Agenda für das Radioprojekt „Freundschaft“. Ziele der Projekte: Mit den Projekten der Evangelischen Jugendbildungsstätte Tecklenburg sollten zum einen der Kontakt zu den Jugendlichen aufrechterhalten und eine Lösung gefunden werden, wie zwanglose Treffen realisiert werden können. Vor allem in den Zeiten wenn persönliche Treffen vor Ort nicht mehr möglich sind. Zum anderen eine Bürgerfunksendung produziert werden, indem die eigenen Themen der Kinder zur Sprache kommen sollen. Close Up: Digitales Jugendzentrum In Kontakt bleiben und zwanglose Treffen mit und unter Jugendlichen ermöglichen, wenn persönliche Treffen vor Ort nicht mehr möglich sind, stand im Vordergrund des Projekts. Mit dem Projekt „Digitales Jugendzentrum“ wurde ein Begegnungsraum geschaffen, der digitale Treffen ermöglicht, wenn auch im öffentlichen Raum und deshalb in erster Linie für Jugendliche und (junge) Erwachsene. Gemeinsam mit interessierten jungen Geflüchteten und Teamern aus Vlotho sowie der Evangelischen Kirche von Westfalen, wurden die digitalen Räume erschaffen und eingerichtet. Die Technik dahinter besteht aus einer Kombination von gather.town und zoom.us. Ähnlich einer Spielfigur bewegen sich die digitalen Besucher*innen des…

Angekommen?

Mit ganz persönlichen Meinungen, Eindrücken und Erlebnissen zeichnet diese dokumentarischen Filmproduktion ein buntes Bild des Zusammenlebens in Rahden. Im Dialog zwischen Menschen mit Fluchterfahrung und Einheimischen aller Altersstufen trägt dieses Projekt zur Integration und Förderung des gegenseitigen Verstehens und Zusammenlebens verschiedener Kulturen bei. Ziele des Projekts: Erwerb medienpraktischer Kompetenzen im Hinblick auf eine dokumentarische Filmproduktion. Selbstwirksamkeit bei den Teilnehmenden durch die Fertigstellung und Präsentation eines eigenen Filmes. Förderung des Austauschs und Dialogs zwischen Menschen mit Fluchterfahrung und Einheimischen. Integration und Förderung des gegenseitigen Verstehens und Zusammenlebens verschiedener Kulturen. Close Up: Dokumentarischer Einblick in die persönlichen Lebenswege und aktuelle Situation einiger der seit 2015 in die Stadt Rahden gekommen Geflüchteten. Einige sind inzwischen in eine größere Stadt weiter gezogen, einige sind geblieben und haben jetzt einen Ausbildungsplatz oder einen Job, wieder andere sind weiterhin auf der Suche nach einem neuen Leben in Deutschland. Die Teilnehmenden haben die Konzeptentwicklung eines Filmes, den technischen Umgang mit der Kamera, Interviewtechniken und Abläufe der Postproduktion kennengelernt. In regelmäßigen Treffen wurden Themen, Fragen und Motive zusammen überlegt und dann filmisch-dokumentarisch umgesetzt. Interviewpartner*innen waren Geflüchtete und einheimische Rahdener*innen aller Altersstufen. Ausgezeichnet mit einer Nominierung für den Dieter Baacke Preis 2020 in der Kategorie interkulturelle und internationale Projekte….

Eine lange Reise

Gehörlose geflüchtete Kinder und Jugendliche geben in intensiven Interviews und Trickfilmen ihre Fluchtgeschichte und ihre Eindrücke wieder. Die selbst gestalteten Videos und Animationsfilme tragen dazu bei, den Geschichten von Kindern und Jugendlichen, die sonst nicht gehört werden, zu folgen. Dabei treten gehörlose und hörende Kinder und Jugendliche in einen gemeinsamen Austausch. Ziele des Projekts: Ziel des medienpädagogischen Projektes ist es, Vertrauen und Verständnis füreinander aufzubauen, das eigene Selbstwertgefühl sowie den Klassenverband zu stärken. Die Kinder und Jugendlichen erwerben medienpraktische Kompetenzen im Hinblick auf Filmproduktion und Umgang mit Stop Motion Apps. Das Projekt hat dabei auch eine interkulturelle Sensibilisierung zum Ziel, die dazu beiträgt, neue geflüchtete Schüler*innen in einen Klassenverband nichtgeflüchteter Schüler*innen zu integrieren. Close Up: Eine lange Reise kombiniert Medienpädagogik mit kultureller Bildung und hat einen integrativen und inklusionsorientierten Ansatz. Geflüchtete Kinder und Jugendliche berichten aus ihrem Leben mit Zeichnungen, Spielen, in Form von pantomimischen Darstellungen und Erzählungen wahrer Fluchterlebnisse in Gebärdensprache. Nicht geflüchtete Jugendliche befragen ihre Mitschüler*innen nach ihren Erlebnissen. Hieraus entsteht ein Film bei dem sich die Interviewsituationen und kurzen gespielten, nachempfundenen Szenen abwechseln. Die Kinder realisieren gemeinsam einen Trickfilm, der das Thema Flucht umfassend künstlerisch aus unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. Aktiv und kreativ beteiligt waren Kinder und Jugendliche…

Partizipatives Festivalangebot – DO YOU SPEAK FILM?

Ziele des Projekts: Neu-Zugewanderte Jugendliche partizipativ in ein kulturelles Filmprojekt einzubinden ist das Hauptziel des Projekts DO YOU SPEAK FILM? Hierbei geht es um das Entdecken und Ausprobieren der Ästhetiken, Inhalte und Vielfältigkeit des Kurzfilms sowie kennen lernen der Praxis deutscher Film- und Festivalkultur. Close Up: Im Rahmen eines Workshops stellen junge Filmkurator*innen mit Migrationserfahrung ein Kurzfilmprogramm zusammen. Gemeinsam mit einer Medienpädagogin treffen sie ihre ganz persönliche Auswahl für das Festivalprogramm und erarbeiten eine Moderation für die Festivalveranstaltung. Hierzu werden Kurzfilme gesichtet, analysiert und über die Auswahl in einer anschließenden Diskussion abgestimmt. Durch das Einbinden der vielfältigen Sprachkompetenzen wurden die gemeinsamen Stärken und Kompetenzen der jungen Teilnehmer*innen sichtbar gemacht. Die gezielte Vorauswahl an visuell ausdrucksstarken Arbeiten ermöglicht es auch jungen Filminteressierten mit eingeschränkten Deutschkenntnissen sich einzubringen. Während alle anderen Bestandteile des Projektes, die intensive Beschäftigung mit den Filmen, die gruppeninternen Sichtungen, mit Hygieneregeln stattfinden konnten, musste die öffentliche Vorführung in diesem Jahr Pandemie bedingt ausfallen. Diese wäre regulär im Rahmen des Kinder- und Jugendprogramms des IFFF Dortmund | Köln platziert, das sich an Schüler*innen aus internationalen Klassen im offenen Ganztag und Jugendliche Geflüchtete richtet. Das Projekt knüpft an die sehr positive Resonanz der jugendlichen Teilnehmer*innen bei dem vorangegangenen Projekt „Well,…

Adamstown

Zusammen arbeiten, gemeinsam Barrieren beiseite räumen, Grenzen überwinden und feiern! Im inklusiven und integrativen Beteiligungs- und Medienkunstprojekt Adamstown ist es Laien zusammen mit Profis gelungen dies alles umzusetzen und aus einer Comicvorlage einen Film in Kinoqualität zu produzieren. Ziele des Projekts: Politische Medienbildungsarbeit für Toleranz und Vielfalt stand im Zentrum des inklusiven, integrativen Beteiligungs- und Medienkunstprojekts Adamstown. Close Up Laien und Profis realisierten gemeinsam in medienpädagogischen Workshops die Verfilmung des Comics und Soundtracks „Adamstown“ der Künstlerin Verena Braun. Gut hundert Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Fluchtgeschichte waren am Projekt beteiligt. Eine bunte Mischung aus Kindern ab 4 Jahre, Jugendliche, Erwachsene, Senior*innen, Menschen mit verschiedenen geschlechtlichen Identitäten, kulturellen oder religiösen Hintergründen und unterschiedlichen Begehren und Einstellungen arbeiten hier zusammen. In dem Film geht es um eine Western-Fabelwelt, in der Menschen und diverse Tierarten, die in verschiedenen Konstellationen konkurrieren, kooperieren, sich bekämpfen und versöhnen, lernen miteinander umzugehen, miteinander zu reden. Diese positive Formen des Miteinander Umgehens und Redens standen im Fokus des pädagogischen Konzepts. Durch Schauspiel und mediale Abstraktion schlüpften die Akteur*innen unabhängig von „realen“ Kategorien in neue Rollen. Die Fabelwelt brach mit bestehenden Stereotypen: Selbstgewählte Rollen ersetzen alte Zwänge, Zuschreibungen und Barrieren. Wobei das Setting von der amerikanischen…

Ich kann in meiner Kunst verschwinden

Inspiriert von Künstlerinnen eigene innere Bilder aufspüren und sie im Team fotografisch in eigene Kunst umwandeln. Das ist den 12 Mädchen des Fotoprojektes äußerst gut gelungen. Eine eigene öffentliche Ausstellung und ein Buch rundeten „Ich kann in meiner Kunst verschwinden“ ab. Ziele des Projekts: Sich in die Werke und Techniken von internationalen Künstlerinnen zu vertiefen und vor allem selber künstlerisch fotografisch tätig zu werden, war das grundlegende Ziel des Projekts. Hierbei wurden gezielt Frauen und ihre Kunstwerke, Arbeitsweisen und Lebensentwürfe vorgestellt, um den Mädchen Anregungen zu geben für die eigenen ganz persönlichen selbstbestimmten Lebensentwürfe. Close Up Die Arbeiten der vorgestellten Künstlerinnen, die zum Teil selbst fotografisch aktiv waren, boten den Mädchen viele Ideen und Anregungen wie sie ihr Inneres in Kunst umwandeln können. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung spielten Teambuilding, Empowerment und Gleichberechtigung zwischen den Mädchen eine wichtige Rolle. In wöchentlichen Workshops lernten die Mädchen mit und ohne Fluchterfahrung internationale Künstlerinnen kennen, die sich u.a. mit Fotografie beschäftigt haben. Die Werke und das Leben von Aino Kannisto, Sibylle Bergemann und Hanna Höch wurden hierbei zum Beispiel unter die Lupe genommen. Jeder Workshoptag bestand aus einem kleinen Theorieteil, anschließend wurden die Mädchen angeregt, im Stil der vorgestellten Künstlerin selbst tätig zu werden….

Aussicht auf Arbeit

Medien als Dokumentationsmittel nutzen, um Berufsfelder kennen zu lernen und sich mit den eigenen Chancen sowie Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt auseinanderzusetzen. Ziele des Projekts Die Auseinandersetzung mit der deutschen Arbeitswelt und den eigenen Chancen und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt steht im Mittelpunkt des Projekts „Aussicht auf Arbeit“. Über die eigene Dokumentation von Produktionsabläufen, Werkzeugen und Arbeitstechniken in Bild und Ton erfolgt eine intensive Beschäftigung mit unterschiedlichen Berufsfeldern und erlangen die Jugendlichen mögliche Zugänge zur Arbeitswelt. Close Up Bei Besuchen in kleinen und mittleren Betrieben dokumentieren Jugendiche mit und ohne Fluchterfahrung die unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Ausgerüstet mit Kamera und Aufnahmegerät kommen die Jugendlichen mit den Beschäftigten und Arbeiter*innen ins Gespräch und interviewen die Betreiber*innen. Die Werkzeuge, Arbeiten und Produktionsabläufe im Betrieb werden abgebildet und entsprechend des Sprachniveaus der Jugendlichen beschrieben. Nach jedem Besuch entstehen ein Fotoheft mit kurzen Texten und ein Fotofilm. Diese bestehen aus Fotos, Geräuschen und gesprochenen Aussagen der Teilnehmenden. Das niederschwellige Modell zeigt, wie sich Integration und Medienarbeit im Lokalraum Stadt verbinden lassen. Institution: bild+begegnung e.V. Webseite: bild-und-begegnung.de/category/aussicht-auf-arbeit/ Ansprechpartner*innen: Arne Bunk und Tanja Bächlein

Medienpraxis mit Geflüchteten

Medienpraxis mit Geflüchteten