Flüchtlinge – damals und heute

Drei Länder, 1-wöchige Workshops und sechs Dokumentarfilme: 21 Schüler*innen nahmen die Flüchtlingsthematik in einem internationalen Projekt aus historischem und aktuellem Blickwinkel unter die Lupe. Das Projekt förderte neben der Medienkompetenz auch den zivilgesellschaftlichen interkulturellen Dialog. Die Jugendlichen lernten, das Thema aus der Perspektive eines anderen Landes wahrzunehmen und zu beleuchten. Sie filmten selbst und führten u.a. Interviews mit Zeitzeug*innen, Expert*innen und  jungen Geflüchteten. Die Filme stehen als Material für Bildungszwecke zur Verfügung.

Ziele des Projekts:

  • Das Medium Film im kulturpolitischen Kontext zu nutzen und die Teilnehmer*innen im Entstehungsprozess ihrer eigenen Filme dazu zu befähigen, die Flüchtlingsthematik damals und heute im internationalen Kontext zu durchleuchten.
  • Schüler*innen aus Deutschland, Polen und der Ukraine in Auseinandersetzung mit Menschenrechtsthemen wie Diskriminierungs- und Benachteiligungsverboten am Beispiel der historischen und aktuellen Thematik der Flüchtlingsbewegungen zu bringen.
  • Mechanismen der Ausgrenzung sowie Fluchterfahrungen zu ergründen, in Gesprächen mit Expert*innen und Zeitzeugen aus den drei Ländern.
  • Schüler*innen anzuregen für einen Perspektivenwechsel und Beleuchtung des Themas aus der Perspektive des jeweiligen Gastlandes.
  • Vernetzung und Zusammenarbeit zu vertiefen sowohl der Jugendlichen als auch der beteiligten Projektpartner*innen.
  • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Dialogs und Schaffung der Möglichkeit einer Weiterführung zukünftiger interkultureller Jugendbegegnungen und Flüchtlingsprojekte.
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennenzulernen, voneinander zu lernen und Vorurteile zu hinterfragen und zu diskutieren.
  • In der Arbeit in tri-lateralen Gruppen interkulturelle Kommunikation trainieren, wie auch den Erwerb von Empathievermögen und Sensibilität zu fördern, hinsichtlich der interviewten Zeitzeugen.

Close Up

  • 21 Schüler*innen aus Deutschland, Polen und der Ukraine haben sich in dem Projekt „Flüchtlinge – damals und heute”, über einen Zeitraum von einem halben Jahr, in jedem der drei Länder getroffen, um in 1-wöchigen Workshops insgesamt 6 Dokumentarfilme zu produzieren.
  • Durch die aktive Teilnahme und Einbeziehung der Teilnehmer*innen sowie Beschäftigung mit der Flüchtlingsthematik in den drei Teilnehmerländern wurde die interkulturelle Kompetenz gesteigert und die Möglichkeit geschaffen, im Anschluss als Multiplikator*innen für Unterstützungsprojekte für Geflüchtete zu fungieren.
  • In jedem Land setzten sich die Teilnehmenden in einem historischen Film intensiv mit den Themen Flucht und Vertreibung im und nach dem 2ten Weltkrieg aus der Perspektive des jeweiligen Gastlandes auseinander.
  • Parallel dazu beleuchteten sie in einem kontemporären Film die gegenwärtige Flüchtlingsthematik des Landes.
  • Dabei legten sie internationale Interdependenzen offen und realisierten das Ausmaß verschiedener Perspektiven auf die Geschichtsschreibung des jeweiligen Landes.
  • Jeder der drei Workshops endete mit einer feierlichen, öffentlichen Filmvorführung.
  • Eine anschließende Fragen und Antworten Runde, bot eine erweiterte Plattform für Reflektion, Dialog und Austausch.
  • Die entstandenen sechs Filme, wurden als Gesamtkollektion auf der Abschlussveranstaltung des Projektes im Oktober 2017 im Berliner Kino Central aufgeführt.
  • Die Filmkollektion wird als Unterrichtsmaterial in allen drei Ländern genutzt.

Institution: Glocal Films

Webseite: Flüchtlinge – damals und heute (vimeo)

Kooperationen: Kooperationspartner sind das Goethe-Institut (Kiew und Warschau) und das Deutsche Youth For Understanding Komitee.

Ansprechpartnerin: Kerstin Rickermann

Flüchtlinge - damals und heute

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Medienpraxis mit Geflüchteten

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