Mit dem Projekt „Sprache & Medien“ werden 140 neu zugewanderte Kinder an Schulen in Ludwigshafen am Rhein unterstützt. Ziel ist, Angebote für Integration und die Förderung sprachlicher und sozialer Kompetenzen zu schaffen und darüber Medienkompetenz und Teilhabe zu verbessern.
- Institution: ZuBaKa gGmbH
- Webseiten: https://www.zubaka.de
- Kooperationen: Sieben Klassen an drei Kooperationsschulen in Ludwigshafen am Rhein: Grundschule Erich-Kästner-Schule, Grundschule Goetheschule Nord und Grundschule Wittelsbachschule
- Ansprechpartner: Sönke Grau (er / ihm)
- E-Mail-Adresse: s.grau@zubaka.de
Ziele des Projekts:
Ziel des Projektes ist, neu zugewanderten Kindern Sprachkenntnisse, Medienkompetenz und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Durch kreative und digitale Lernformen werden ihre Ausdrucksfähigkeit, ihr Selbstbewusstsein und ihre Integration in Schule und Gesellschaft gestärkt.
Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt „Sprache & Medien“ unterstützt ZuBaKa 140 neu zugewanderte Kinder an Schulen in Ludwigshafen am Rhein. Ziel ist, Angebote für Integration und die Förderung sprachlicher und sozialer Kompetenzen zu schaffen und darüber Medienkompetenz und Teilhabe zu verbessern. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt und geht im Schuljahr 2025/26 in das letzte Projektjahr.
Im Schuljahr 2024/25 nahmen sieben Schulklassen an drei Grundschulen teil. Die Kinder stammten aus verschiedenen Herkunftsländern und standen vor besonderen Herausforderungen: geringe Deutschkenntnisse, eingeschränkter Zugang zu digitalen Medien und fehlende Orientierung im neuen Lebensumfeld.
Das Projekt bot ihnen eine lebensnahe und kreative Ergänzung zum Schulunterricht. Pädagogisch geschulte ZuBaKa-Zukunftlots*innen führten wöchentlich vier Stunden im Unterricht durch. Sie arbeiteten eng mit den Lehrkräften zusammen, stimmten Inhalte ab und passten die Einheiten an die Bedürfnisse der Klassen an.
Die Kinder lernten mit digitalen Werkzeugen, erarbeiteten eigene Inhalte und stärkten dabei ihre sprachlichen, sozialen und kreativen Fähigkeiten. Sie drehten Videos, gestalteten Comics oder führten Interviews. Sie erlebten sich als aktiv Handelnde, entdeckten ihre Stärken und gewannen Vertrauen in ihre Fähigkeiten.
Ein besonderer Fokus lag auf Mitbestimmung: Die Kinder wählten Themen mit aus, gestalteten das Projekt aktiv mit und übernahmen dabei Verantwortung. So entwickelten sie eigene Stadtteilkarten, gestalteten Comics, Steckbriefe und digitale Präsentationen. Ihre Lieblingsorte wählten sie selbst aus, beschrieben sie und hielten sie in Stadtteilbroschüren fest. Auch beim Sprachenbaum brachten sie sich aktiv ein: Jedes Kind machte die eigenen Sprachen sichtbar und setzte so ein Zeichen für Vielfalt. In wöchentlichen Einheiten bestimmten sie die Themen mit, entdeckten ihre Talente und präsentierten eigene Beiträge.
Im Bereich der digitalen Arbeit übernahmen sie ebenfalls eine aktive Rolle: Sie lernten den sicheren Umgang mit dem Internet, hinterfragten Inhalte und entwickelten eigene digitale Produkte. Über 60 Kinder haben den Internetführerschein abgeschlossen.
Bei der Stadtteilrallye, der Miniaturstadt oder der Fotografie-Einheit planten und entschieden sie mit. Die Kinder wählten Methoden, Inhalte und Formen der Darstellung selbst und erfuhren dabei, dass ihre Stimme zählt. So wuchs ihre Selbstständigkeit und ihr Vertrauen in die eigene Wirksamkeit.
Das Projekt verbindet Sprachförderung, Medienbildung und soziale Orientierung. Es schafft Raum für Entwicklung, stärkt das Selbstbewusstsein und ermöglicht Teilhabe, auch an Schulen mit geringen Ressourcen. Regelmäßige Evaluationen sichern dabei die Qualität und machen Fortschritte sichtbar – für Kinder, Zukunftslots*innen und Lehrkräfte.
Weitere Bilder (©ZuBaKa):


